Willi Gilli  (11)

Willi Gilli raumgreifend Tempera auf Nessel.jpg

Malerei + Skulptur

Erfahrungen hängen nicht von den sichtbaren Dingen, sondern von

deren Rezeption ab. Vielleicht gerät alles zur Illusion, auch Suggestion.

Strukturen beginnen da, wo Worte dem sinnlichen Intellekt wenig Raum lassen.

So ist Kunst eine Möglichkeitsform, eine Art von Speicherung des Moments und damit sofort auch des schon Gewesenen. Also agiert sie an der vermeintlichen Schnittstelle von Moment und Zukunft, die es nicht gibt, da sie aus dem jetzt in die Vergangenheit fällt.

Dies Denken lässt sich als Bildnisse vorstellen, in denen alles auf alles wirkt, Einfluss nimmt und wieder löst.

Unser Denk- und Erinnerungsverhalten wird trotz Überlagerungen

und Irritationen immer wieder versuchen, Bekanntes zu generieren, um sich gern in der Heimat der eigenen Vorstellung zu fühlen, ohne sich den Gedanken des eigenen Exils, deren Fremdheit zu ergeben.

Die mit der Zeit einfließenden Überlagerungen, vielen Lasuren, rudimentären Schichtungen wirken dauerhaft mit, werden zeitweise zum Geschehen selbst, da Licht und ihre verschiedenen Wellen keine Reflexion von Pigmenten, Farben auslässt, weder in Überschneidungen noch Verdichtungen.

Es ist auch eine Art Archäologie in die Zukunft, in der die Textur der generierten Oberfläche die befruchtenden Strukturen der Untergründe nie vergisst, wo Geschichte ihre ursprüngliche Kraft aufschließt. 

W i l l i   G i l l i

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Atelier-Adresse:

Atelierhaus Güterhallenstr. 18A, 68159 Mannheim

Bus: 62, Haltestelle Gerd-Dehof-Platz 

Straßenbahn: 6 - Haltestelle Handelshafen